Samstag, 14. November 2009

Slam!


Ja Gestern war der Slam und war n richitg geiler Abend.
Erst einmal danke an alle, die da waren ihr wart echt n richitg geiles Publikum.

Der erste Platz ging an einen Slamer, der diese Sache ja fast schon perfekt hingekriegt hat.
Der zweite Platz ging, man glaubt es kaum, an meine Christina! (Glückwunsch nochmal)
Dritter wurde Micha!
Und der vierte Platz, ratet mal an wenn der ging, ERHAN KÖKEN.

Da hab ich ja mehr hinbekommen, als ich gedacht habe für mein erstes mal ein richitg schöner Platz.

Und hier, der Text mit dem ich gut angekommen bin:

Ich war jung, ein Mann der verheiratet war und Kinder hatte. Mir ging es gut, doch nicht gut genug. Ich hörte von diesem Land, einem Land wo Träume wahr werden.

Wo es egal ist, welche politische Richtung du hast, wo es egal ist wer du bist, was du isst, was du magst oder auch hasst.

Ich sah es vor mir, eine neue Welt, die auf mich wartet.

Meine Familie konnte ich nicht mitnehmen, in diese neue Welt, meine Kinder weinten, meine Frau und alles was ich liebte blieben zurück. Ich kam an.

Doch war diese neue Welt nicht wie ich sie mir vorgestellt hatte, alles war so anderes, ich war allein. Nicht nur die Sprache, sondern auch das Essen, das Trinken und das Leben waren schwer.

Da sie meinen Namen nicht aussprechen konnten war ich nun Mustafa, jeder war hier ein Mustafa.

Ich bettete zwischen Beton Mischern und Ziegelsteinen, keiner verstand uns und wir verstanden sie nicht.

Arbeit hatte ich, Geld auch, nur fehlte mir etwas, etwas was mich jede Nacht zum Weinen brachte. Nur noch dieses Gefühl von Einsamkeit.

Ich war nie Zuhause, immer nur ein Gast in diesem fremden Land.

Es ist ein Junge, schrieben sie. Ein Junge, mein Junge, doch wer sein Vater ist sollte er 5 Jahre später herausfinden. Denn erst dann hatte ich das Geld, meine Leere zu füllen.

Ich sah es vor mir, eine neue Welt, in der ich war.

Von nun an, hieß es wir fahren Ford. Ein Auto, das nicht nur ein Lebensstile, sondern auch die Freiheit bedeutete. Alles was man tat, war von nun an für das dort.

Meine Kinder wurden älter lernten diese schwierige Sprache, waren mir Fremd.

Wie Gift, das durch meine Adern floss, verlor ich den halt zu diesem nun mir fernen Land.

Mit jeder verstrichenen Zeit, fehlte mir etwas.

Ich lebte weiter in diesem Land, einem Land das ich nie wieder sehen möchte, einem Land wo ich meine Jugend verlor und die Zeit nie wieder zurück bekommen sollte.

Endlich war es soweit, ich durfte fort. Doch als ich das meinen Kindern sagte, fragten sie mich, was soll ich dort?

Ich ging zurück, alles hatte sich verändert, ich erkannte dieses Dort nicht wieder, nun war ich Fremd im eigenen Land.

Ich sah es vor mir, eine neue Welt, in der ich nun nicht mehr war.

Meine Kinder heirateten, waren nun selber Eltern. Doch sie blieben in diesem fremden Land.

Meine Enkel sind nun die, die dieses Gift aufnehmen und als normal Ansehen.

Ich kam in dieses Land und konnte kein Deutsch, ich geh aus diesem Land und meine Enkel können kein türkisch.

Almanya, ein Land, dass nun ihr dort ist.


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